Jugendliche - Logopädie Michendorf

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Jugendliche

Logopädie

Logopädische Themen für Schulkinder und  Jugendliche

Viele der kindlichen Themen finden wir auch bei den Größeren.  Vorrangig ist in diesem Alter die schulische Leistung, der Schriftspracherwerb und die Konzentrationsfähigkeit, aber es gibt auch Artikulationsprobleme ,Störungen des Redeflusses, Probleme mit der Stimme oder neurologische Krankheiten, die logopädisch begleitet werden.

1. isolierte Artikulationsprobleme und myofunktionelle Therapie (MFT)

Reine Artikulationsstörungen kommen vor, ohne das das Sprachsystem betroffen ist. Zum Beispiel das Lispeln. Hier sind häufig Fehlfunktionen von Kau-, Schluck- und/oder Gesichtsmuskulatur ursächlich. Eine myofunktionelle Therapie in Zusammenarbeit mit der kieferorthopädischen oder zahnärztlichen Behandlung behandelt ein unphysiologisches (gegen die Zähne gerichtetes) Schluckmuster. Die Therapie schafft allmählich eine neue orofaciale Balance und  unterstützt damit die korrekte Okklusion und Artikulation.


2. Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung ist eine Schwäche in der auditiven Reizverarbeitung. Es handelt sich nicht um eine periphere Hörstörung der Ohren, sondern um eine Störung im Bereich der zentralen neurologischen Hörverarbeitung. Der Hören ist in einem Tonaudiogramm normgerecht, aber z.B. Differenzierungs-und Speicherleistungen sind eingeschränkt.
Eine  AVWS wird häufig im Zusammenhang mit folgenden Problemen diagnostiziert:

  • geringe Konzentrationsfähigkeit

  • niedrige Frustrationstoleranz

  • eingeschränkte Merkfähigkeit (Reime, Verse, Lieder)

  • hartnäckige Probleme mit der Schriftsprache / LRS

  • ADS/ADHS



3. Störungen des Redeflusses (Stottern)

In diesem Alter muss allmählich von einem chronisch gewordenen Stottern ausgegangen werden. Die Tatsache, das das Sprechen nicht fließt, ist sehr störend und unangenehm, das kann sekundäre Sprechängste, Vermeidungsverhalten oder den sozialen Rückzug mit sich bringen. Hier ist die Therapie sehr wichtig, um die psycho-sozialen Sekundärprobleme zu vermeiden und zu einem unauffälligen Sprechen zu verhelfen, was mit Sprechtechniken, Atemtraining und Rhythmus erreicht werden kann.

4. Stimmstörungen

Die menschliche Stimme als feines und hochkomplexes System von über 30 kleinsten Muskelgruppen im Kehlkopf-, Hals-, und Schulterbereich stellt sich in diesem Alter um.Stimmlippen und Kehlkopf wachsen, insbesondere Jungen bekommen die typischen Stimmbruch- Symptome einer wackeligen, in den Tonhöhen unwillkürlich variierenden Stimme. Im physiologischen Sinne geht das vorüber.... aber manchmal kann der Stimmapparat überlastet sein, wenn das Gleichgewicht nicht mehr stimmt. Das macht sich bemerkbar mit verschiedenen Symptomen, wie häufiges Räuspern, einem Druck-oder Engegefühl, einer nicht mehr belastbaren Stimme bei verschiedenen Anforderungen (Rufen, Steigern, Betonungen) und nicht zuletzt in wiederkehrender Heiserkeit.

5. Neurologische Erkrankungen / Unfälle

Kinder und Jugendliche, die betroffen sind von schwereren Erkrankungen oder den Folgen eines Unfalles, benötigen begleitende logopädische Behandlungen, um die Sprache funktionsfähig zu erhalten oder wieder aufzubauen. Hier steht ein ganzheitlicher therapeutischer Ansatz, der sehr individuell geplant sein muss, im Vordergrund.



 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü