Erwachsene - Logopädie Michendorf

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Logopädie


Logopädische Themen für Erwachsene


Auch nach Abschluss der Sprachentwicklung im Erwachsenen-Alter, können bestimmte Erkrankungen dazu führen, dass das Sprechen, die Sprache, das Schlucken oder die Stimme beeinträchtigt wird. Hier ist Hilfe zwingend notwendig, um rasch Alltagsfähigkeiten wieder zu erlangen oder zu erhalten


Die Stimme als feines und hochkomplexes System von über 30 kleinsten Muskelgruppen im Kehlkopf-, Hals-, und Schulterbereich kann bei sprechintensiven Berufen rasch überlastet sein, wenn das Gleichgewicht nicht mehr stimmt. Das macht sich bemerkbar mit verschiedenen Symptomen, wie häufiges Räuspern, einem Druck-oder Engegefühl, einer nicht mehr belastbaren Stimme bei verschiedenen Anforderungen (Rufen, Steigern, Betonungen) und nicht zuletzt in wiederkehrender Heiserkeit. Aber es gibt auch organische Veränderungen z.B. Ödeme oder Knötchen an den Stimmlippen, die nach chirurgischer Entfernung eine Stimmübungstherapie notwendig machen. Nach einer notwendigen Struma-OP kann als Folge eine Stimmstörung auftreten, die behandelt werden muss. (Dysphonie)


Die Sprache in Ihrer Gesamtheit
wird je nach Ausprägung der Störung vorallem durch hirnorganische Erkrankungen beeinträchtigt. Dazu zählen Hirntumore, fast alle neurologischen Krankheitsbilder, Schädel-Hirn-Traumen, degenerative Erkrankungen und in erster Linie der Schlaganfall, der häufig Schädigungen in den Sprachzentren des Gehirns hinterlässt. Diese können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Es gibt Störungen im Sprachverständnis, in dem Finden der Wörter, in dem Formulieren der Gedanken, im Satzbau, im Lesen und Schreiben oder/und in der Verständlichkeit der Aussprache - es können einzelne Ausfälle oder komplexe Störungen auftreten (Aphasie).
Auch kognitive Leistungen wie Merkfähigkeit, geistige Ausdauer, Gedächtnisfunktionen, Konzentrations-und Aufmerksamkeitslenkung können eingeschränkt sein. Hier ist in jedem Fall eine rasch beginnende, intensive logopädische Therapie notwendig, um Remissionen anzuregen, kognitive Funktionen zu fördern und kommunikative Alternativen zu erarbeiten.


Das Schlucken ist im Ablauf gestört, wenn neurologischeVeränderungen oder auch muskuläre Einschränkungen vorliegen. Das kann der Fall sein nach Operationen im HNO-Bereich, nach einem Schlaganfall, bei voranschreitenden neurologischen Erkrankungen wie z.B Morbus Parkinson, ALS, Multipler Sklerose, Demenz. Das Schlucken ist DIE grundlegende Fähigkeit, die mit der Aufnahme von Flüssigkeiten oder Nahrung lebensnotwendig verbunden ist. (Dysphagie) Daher sind Störungen hier dringend behandlungsbedürftig! Erste Anzeichen sind das verringerte Esstempo (das mit einem verzögertem Schluckreflex einhergeht),z.T. eine verwaschene Aussprache, wiederkehrendes Verschlucken/Husten beim Essen und die Gewichtsabnahme. Wichtig ist hier die frühzeitige Therapie, um Mundfunktionen zu erhalten!
Das funktionell richtige Schlucken, das heißt im kieferorthopädischen/zahnärztlichen Bereich, betrifft oft ältere Kinder oder Jugendliche. Dabei ist das Schlucken an sich nicht gestört, sondern die Zunge hat eine Fehlposition und liegt an den Frontzähnen an, die sie bei jedem "Schluck" vorschiebt . Das ist natürlich für effektive kieferorthopädische Maßnahmen kontraproduktiv, weshalb diese Kinder und Jugendliche zu einer logopädischen Behandlung überwiesen werden um die Zungenfunktion zu korrigieren. Es handelt sich aber hierbei nicht um eine Dysphagie im eigentlichen Sinne.


Das Sprechen ist gestört,wenn Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems zu Muskelatrophien, unzureichender nervaler Versorgung im orofacialen Bereich und damit zu eingeschränkter Beweglichkeit führen. Da die Sprache als System erhalten ist, gehen diese Störungen mit einer verwaschenen, undeutlichen Ausprache einher- aber ohne Störungen der Schriftsprache. Auch hier sind gezielte logopädische Übungen wichtig, um Bewegungsmöglichkeiten und Funktionen zu erhalten. (Dysarthrien)

Wenn Sie oder Angehörige von diesen oben genannten Problemen betroffen sind, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt (Hausarzt, Neurologe, HNO-Arzt), denn Sprechen und Verstanden werden ist von entscheidender Bedeutung für die seelische Gesundheit aller Menschen. Sprache ist die Brücke von Mensch zu Mensch.

 
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